Fatimafeier mit Pfr. Mag. Maciej Trawka
13.08.2017

Fatimafeier mit Pfr. Mag. Maciej Trawka

Am Sonntag, dem 13. August 2017, fanden sich zahlreiche Wallfahrer in Maria Fatima ein. Gemeinsam mit Pfr. Maciej Trawka und Pfr. Henryk Blida kamen auch Pilger aus dem Thermenpfarrverband Bad Walterdorf - Bad Blumau und aus dem Pfarrverband Lamingtal.
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Der Gebetsnachmittag begann mit der stillen Anbetung vor dem Allerheiligsten. Viele nutzten auch die Gelegenheit den Ablass, anlässlich des 100jahrjubiläums der Erscheinungen von Fatima zu gewinnen und empfingen das Sakrament der Beichte. Br. Clemens und Br. Niklas betrachteten mit den Pilgern die glorreichen Geheimnisse des Rosenkranzes. Pfarrer Trawka leitete den Sonntagsgottesdienst und erschloss in seiner Predigt die Lesungstexte des 19. Sonntags im Jahreskreis.

Elija hatte sich auf dem Berg Horeb in eine Höhle zurückgezogen, weil er dem Ruf Gottes nicht folgen wollte. Er entschied sich für den bequemen Weg ohne Widerstände. Anders die Jünger Jesu, die sich mit dem Gegenwind auf dem See plagten. Auch die Umstände der Erscheinungen in Fatima fanden in einer unruhigen Welt statt, in der die Glaubenden viel Gegenwind erfuhren. Europa befand sich mitten im 1. Weltkrieg und die Fronten hatten sich verhärtet. Fatima war in dieser Situation ein hoffnungsvolles Signal. Papst Franziskus beschrieb Fatima auf seiner Pilgerreise als einen Mantel des Lichtes, den Maria auf die Welt legte und unter dem wir zum Herrn beten. Vor 100 Jahren schlug der Botschaft von Fatima der Gegenwind der Säkularisierung und des Kommunismus entgegen. Heute sehen wir, dass diese Welt ohne Gott keinen Erfolg hat, sondern zur Hölle wird, in der es an Liebe, Freude und Hoffnung mangelt. Damals schlug uns die Welt den Atheismus vor und Maria zeigte uns als anderen Weg ihr unbeflecktes Herz, das von den Dornen der Lieblosigkeit verwundet ist.

Ein Jahr vor den Erscheinungen der Gottesmutter wurden die Hirtenkinder von einem Engel auf diese Begegnung vorbereitet. Er lehrte sie Gott an die erste Stelle im Leben zu stellen und brachte ihnen ein Gebet bei: „Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben."

Im Blick auf das Evangelium vom Sturm auf dem See erkennen wir in Petrus jemanden der schnell handelt und dann aus der misslichen Situation von Gott gerettet wird, der ihm seine rettende Hand entgegen streckt. Dort wo wir den Herrn bei unserem Tun aus dem Blick verlieren, beginnen wir unterzugehen. Aber wir dürfen vertrauen, dass Gott uns seine helfende Hand reicht, wenn wir zu ihm rufen. Dieses Rufen ist unser Gebet. Auch Maria zeigte in Fatima den Weg des Gebets und der Buße. Es ist ein Mittel gegen unseren Kleinglauben, denn im Gebet schauen wir auf verschiedene Weisen Jesus an und das gibt uns Sicherheit, dass er mit uns am Weg geht. Auch andere Menschen sollen wir im Gebet zum Herrn bringen. Darin müssen wir ausharren nicht nur bis zur dritten Nachtwache, sondern bis zur vierten. Nach ihr wird der Morgen anbrechen - der Ostermorgen den wir mit Geduld erwarten.

Nach der heiligen Messe wurden die Andachtsgegenstände gesegnet. Danach beteten die Wallfahrer vor dem Allerheiligsten Sakrament für den Heiligen Vater und weihten sich der Gottesmutter. Danach empfingen sie den Segen und stimmten in das Fatimalied ein.