Abschluss der Renovierung der Steinfiguren am Kirchplatz

6. Oktober 2016

Symbolfoto zum Artikel: Abschluss der Renovierung der Steinfiguren am Kirchplatz

Mit der Abnahme durch das Bundesdenkmalamt und das Referat für Kunst und Denkmalpflege der Erzdiözese Wien wurden die in den Sommermonaten 2016 an den Steinfiguren am Kirchplatz durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen nun abgeschlossen.
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Die Mariensäule, die Statuen der franziskanischen Heiligen Franziskus von Assisi und Antonius von Padua beim Kalvarienberg sowie Bernhardin von Siena und Johannes von Capistran beim Klostereingang, die der Pestheiligen Rochus und Sebastian, der hl. Maria Magdalena vor der Grabkapelle und des hl. Johannes von Nepomuk, die allesamt hochbarocken Ursprungs sind und aus der 1. Hälfte des 18. Jhdts. stammen, erstrahlen wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit. Bei der erst vor wenigen Jahren überarbeiteten Mariensäule und den Statuen am Kalvarienberg waren lediglich Reinigungsarbeiten, geringe Ergänzungen und das Aufbringen einer frischen Kalkschlämme notwendig. Alle übrigen Skulpturen, aber auch ihre Fundamente und Sockel, bedurften jedoch einer gründlichen Restaurierung. Sie wurden abgetragen, die Sockel entfernt und die Fundamente neu betoniert. Fehlende Teile der Sockel und Figuren – zum Teil ganze Gesichter – wurden stilgerecht ergänzt und hinzugefügt, die Steine gegen Pilz-, Flechten- und Moosbefall behandelt, gereinigt und zuletzt mit mehreren Schichten Kalkschlämme versehen. Diese soll die Figuren vor neuerlichem Verfall durch Umweltschädigungen bewahren. Zwischen Fundament und Sockelbasis wurden Bleiplatten eingezogen, um so das Aufsteigen von Bodenfeuchte in die Sockel und in weiterer Folge in die Statuen zu verhindern.

Alle Restaurationsmaßnahmen wurden in Übereinstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und dem Referat für Kunst und Denkmalpflege der Erzdiözese Wien vom renommierten Steinrestaurator Otto Blassnig (Wien/Feistritz), die baulichen Gewerke von Baumeister Hubert Brunner (Himberg) durchgeführt.

Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen blieben im Rahmen der ursprünglichen Kostenvoranschläge, konnten zum Teil sogar unterschritten werden. Die Rechnung von Steinrestaurator Blassnig betrug € 83.862,46, die endgültige Abrechnung von Baumeister Brunner steht noch aus, da bei vier in der Grünfläche stehenden Figuren zum Schutz der Sockel noch eine Einfriedung erfolgen soll. Bisher stehen € 19.684,74 in Rechnung. Gefördert wurde das Projekt mit Subventionen vom Land Niederösterreich in Höhe von € 8.800.-, vom Bundesdenkmalamt in Höhe von € 3.520,- und von den zur Pfarre gehörenden politischen Gemeinden Maria Lanzendorf und Lanzendorf in Höhe von € 4.200.-. Die Pfarre selbst hat bisher € 45.000.- aus Spendengeldern und Erträgnissen von Veranstaltungen zugunsten der Erhaltung des Barockensembles als a conto – Zahlung an die Erzdiözese überwiesen.

Der erfolgreiche Abschluss des Projekts war und ist nur durch gemeinsame Aktivität möglich! Bei aller Wertschätzung der Unterstützung durch Land, Bund und Gemeinden, für die wir auch sehr, sehr dankbar sind, – den größten Anteil hat die Pfarre, die Pfarrgemeinde zu tragen – die Gemeinde derer, die uns durch Gebet und Spenden unentwegt unterstützen, die Gemeinde all derer, die tatkräftig zupacken, die Gemeinde all jener, welchen das Heiligtum von Maria Lanzendorf am Herzen liegt. Ihnen allen, den offiziellen Stellen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Spenderinnen und Spendern, und allen, die uns durch ihr Gebet unterstützen – ein herzliches „Vergelt´s Gott“!

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